Trauerrede für Trauerfeiern und Bestattungen in Berlin und Brandenburg

FREIE TRAUERREDE

Einige Bewertungen

 

Anja Mateblowski / Lebensnah Bestattungen

Auf der Suche nach einem freien Redner wurdest du uns empfohlen. In dieser Branche ist das allerdings nicht leicht, einen wirklich tollen Redner zu finden, der nicht in einen vorgebastelten Text das Nötigste einsetzt. Individuell, natürlich und wahnsinnig charmant. Eine tolle, beruhigende Stimme, der man sehr gerne zuhört. Wenn individuell, dann Mario !!! Ich freue mich, dass ich dich kennenlernen durfte und hoffe, dass wir noch oft zusammen arbeiten dürfen.

 

Detlef Konschake

Auf diesem Wege möchten wir uns nochmals, auch im Namen aller Trauergäste, bei Ihnen für die Trauerrede bedanken.
Jeder Anwesende war begeistert durch Ihre persönliche Anrede und das Eingehen auf derer.
Vielen Dank nochmals dafür - es war einfach toll.

Miriam Lampe-Heinrich
Wir sind mit der Rede sehr zufrieden gewesen. 

Und Sie haben das wirklich toll gemacht.

Es war eine „ schöne Erinnerungsfeier“ .

Danke dafür.

Sven Sievers

"Du bist generell ein toller sensibler Zuhörer und Redner.."

Jutta Opiela
"Du hast eine große Sensibilität im Umgang mit Menschen und deine Reden sind wunderbar".

Bianca Stevens

"Wenn einer Reden halten kann, dann Du, lieber Mario".

Barbara Ellmann

"Man fühlt sich gleich gut aufgehoben und und man merkt das du viel Einfühlungsvermögen und Erfahrung mitbringst".

Andrea Kult 

"Deine Worte berühren im Gegensatz zu manch anderen".

Walter Wirz

"Ich bin beeindruckt und begeistert von der wichtigen Arbeit welche DU so vielen „betroffenen“ Menschen mit Tat und Überzeugung anbietest."

Wie entsteht eine konfessionslose, freie Trauerrede?

Ich möchte für Sie eine Trauerrede ausarbeiten, die einen würde- und bedeutungsvollen Abschied ermöglicht. Eine Traueransprache, die Ihren Vorstellungen entspricht und ganz im Sinne des Verstorbenen ist. 

Unser Vorgespräch und Ihre Wünsche werden darüber entscheiden, ob wir biografisch über den Verstorbenen sprechen oder ihm sehr persönliche Worte, Anekdoten, Anerkennungen und vieles mehr mit auf den Weg geben. Wollen wir ein Bild des Menschen zeichnen und persönliche Erinnerungen hervorrufen oder die persönliche Lebensleistung in den Vordergrund rücken? 

Trauerfeier / Bestattung mit Mitgefühl und Anteilnahme

Als aktiver und empathischer Zuhörer suche ich nach Informationen und Begebenheiten, die helfen werden, bei der Trauerfeier und der anschließenden Beerdigung, mit Mitgefühl und Anteilnahme aus dem Herzen heraus zu sprechen. Generell möchte ich Ihre Erinnerungen aufleben lassen, damit Sie in ihrer persönlichen Geschichte, die Sie mit diesem Menschen verbindet, Trost und Halt finden können. 

In der Regel dauert eine Grabrede zwischen 10 und 20 Minuten. Selbstverständlich gibt es Persönlichkeiten, deren Leben und Wirken mehr Raum einnehmen können, was ich in Absprache  berücksichtigen werde.

Konfessionslose freie Trauerrede

Meine Reden gestalte ich individuell und konfessions-übergreifend und selbstverständlich biete ich meinen Dienste allen Hinterbliebenen und Freunden an, die in mir den passenden Redner gefunden haben, ganz gleich welches Leben oder welches Schicksal der Verstorbene führte und erlitt.

 

Menschen in der Ausnahmesituation der Trauer beistehen 

Gerne helfe ich Ihnen auch im Rahmen der Trauerbegleitung und vermittel Sie dazu an Kollegen aus unserem Netzwerk nachwelt.berlin .

Für die Trauerfeier / Bestattung können Sie mich jederzeit privat buchen oder direkt über den Bestatter oder die Bestatterin anfragen lassen.


Persönliche Trauerrede zu Lebzeiten gestalten
und gemeinsam schreiben

Wenn Sie zu Lebzeiten Ihre Ansprache / Trauerrede selbst in die Hand nehmen möchten, komme ich gerne zu Ihnen nach Hause, ins Krankenhaus, ins Hospiz oder jeden anderen Ort Ihrer Wahl, damit wir gemeinsam die richtigen Worte für Ihren selbst gestalteten und persönlichen Abschied finden. 

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich für Sie, die Angehörigen, Hinterbliebenen, Freunde oder Kollegen, in den schweren Stunden des Abschieds, tröstende und lebendige Worte finden darf, an die Sie sich gerne erinnern. 
 

Vielen Dank

Mario Dieringer

Auszug aus einer freien Rede für eine weltliche Bestattung

........ Der Anlass, der Sie, liebe Familie xxxxx, liebe Angehörige und verehrte Trauergäste heute hier zusammenführt, ist ein solcher plötzlicher Verlust. Wir sind hier, um uns gemeinsam  von Xxxxx zu verabschieden. Wir sind hier, um dem am 20.8.2019 so unerwartet und plötzlich verstorbenen xxxxx xxxxx xxxxx xxxxx, wie er mit vollem Namen heißt, die letzte Ehre zu erweisen.

Xxxxx, der am 30.11.1941 in xxxxx bei Brandenburg geboren wurde und der jüngste von drei Brüdern war, mochte die Farben Gelb und Weiß und er hasste die Farbe Schwarz. Deshalb war es auch der Wunsch der Familie, dass wir heute in sommerlichen Farben zusammen kommen, um uns an einen großen starken, stets sehr gepflegten Mann zu erinnern, der vor allem Ihnen, xxxxx xxxxx, und Ihnen, xxxxx xxxxx, durch seine herausragende Hilfsbereitschaft immer eine große Stütze im Leben war.

Die Farbe Gelb, ungetrübt und strahlend, wirkt auf uns oft kindlich, unschuldig und fröhlich. Und genau deshalb verwundert es nicht, dass Xxxxx mit seinem sonnigen Gemüt die Farbe Gelb sehr mochte. Er hatte stets den Schalk im Nacken und viele von Ihnen werden sich wohl mit einem Grinsen an einen seiner zahlreichen Streiche erinnern, die er bald täglich dem einen oder anderen spielte.

Besonders Sie, liebe Frau xxxxx, die Sie 60 Jahre lang seine xxxxx waren, rückten oft ins Zentrum seiner liebenswerten Streiche. Sie sind in xxxxx aufs Internat gegangen und dort hat Xxxxx sich mit seinen 18 Jahren direkt in Sie verliebt. Es war tatsächlich Liebe auf den ersten Blick und er hat von Anfang an gewusst: Sie oder keine. Und trotzdem haben Sie es ihm nicht leicht gemacht. Mitunter ließen Sie ihn stundenlang warten. Doch schon da zeigte sich eine seiner ganz großen Tugenden: Geduld. Denn, wenn Xxxxx etwas wollte, konnte er sehr geduldig sein. Und auch mit den Menschen um sich herum übte er sich in einer Geduld, die ihm allerdings fehlte, wenn es um seine eigene Person ging.

Sie wussten nicht sofort, mit wem sie es da zu tun hatten, weil Sie den jungen Mann anfangs nur als xxxxx kannten. Xxxxx war ein begeisterter Volleyballer und berüchtigt für seine Schmetterbälle, die niemand abbekommen wollte. Man kann es kaum für möglich halten, aber Xxxxx spielte bis zu seinem 75ten Lebensjahr regelmäßig Volleyball.

Sie waren damals vorsichtig und haben sich den jungen Mann ganz genau angesehen. Doch Xxxxxs Geduld und Standhaftigkeit wurden belohnt. Aus Schmetter-Charlie wurde xxxxx, dann Xxxxx, aus Ihnen wurde ein Paar und einen Tag vor Weihnachten, am 23.12.1964, gaben Sie sich nach fünf Jahren Beziehung das Ja-Wort. In diesem Jahr wären es stolze 55 Ehejahre. Sie verbrachten sechs Jahrzehnte zusammen – was für ein Geschenk!. 


Für Xxxxx waren Sie, Frau xxxxx, sein ganz großer Lebenstraum. Für Sie und mit Ihnen hat er alles gemacht. Er tanzte mit Ihnen durchs Leben. Da Sie beide leidenschaftlich gerne getanzt haben, schenkte er Ihnen noch am Tag vor seinem Tod im Wohnzimmer einen Tanz. Niemand konnte ahnen, dass dies Ihr letzter gemeinsamer Tanz werden würde.

Gelb ist auch die Farbe der Sonne und wenn Sie beide im Wald zum Pilze sammeln unterwegs waren, schickten seine Streiche Sie oft in Richtung Sonne. Nämlich dann, wenn Sie die Orientierung verloren hatten und er Ihnen per Walkie -Talkie die Richtung wies. „Du musst Dich zur Sonne drehen“, hat er Ihnen gesagt und sich hinter einem Baum versteckt, kindlich darüber gefreut, wie Sie sich immer wieder zur Sonne drehten.

Vielleicht wird jetzt, in den wärmenden Strahlen der Sonne, Ihr Xxxxx irgendwie zu finden sein. Hören Sie bitte niemals auf, sich zur Sonne zu drehen. Es ist ein kleiner stummer Tanz der Erinnerung und ich bin mir sicher, dass er sich irgendwo voller Liebe darüber freut.  

Ein Jahr nach der Hochzeit kamen Sie, xxxxx, im September 1965 als einzige Tochter zur Welt. Für Sie war der Vati immer der große Teddybär, an den man sich kuscheln konnte. Und eigentlich war er sogar noch viel mehr. Er war ihr Bruderersatz, mit dem Sie tobten, Dummheiten machten und manchmal ging dabei schon auch eine Scheibe zu Bruch oder es gab blaue Flecken. Er war nicht zimperlich, denn wer austeilt, muss auch einstecken können, sagte der Vati oft.  Ärger bekamen Sie mit dem Vati eigentlich nie bis selten. Immer dann, wenn Sie dachten, „Auwaija, das gibt Stress“, fanden Sie sich in seiner Umarmung wieder und dem Versprechen, dass alles wieder gut wird und es sowieso halb so schlimm sei.

Gleichzeitig konnte Vati aber auch fuchsteufelswild werden, wenn man seinen Ordnungssinn missachtete. Schon in der achten Klasse stand in seinem Zeugnis, dass er einen sehr ausgeprägten Ordnungssinn habe.  In sein frisch gemachtes Bett zu hüpfen war deshalb definitiv keine gute Idee. Auch Steine aus dem Urlaub ins heilige Auto zu schmuggeln war mit einem sehr großen Ärger-Risiko verbunden.

Sein Auto kam nämlich gleich nach seiner Nitie und noch vor dem starken Bedürfnis von finanzieller Sicherheit. Das Auto wurde immer in Schuss gehalten, regelmäßig geputzt und sogar auf der Fahrt in den jährlichen Ostseeurlaub an fast jeder Raststätte zwischengereinigt. Da war er eigen. Fahren durfte auch keiner damit und das setzte er durch, bis vor wenigen Tagen, sich das erste Mal jemand anders an sein Steuer setzen musste.

Wer in Berlin lebt und ein Auto besitzt, lernt schnell einen Parkplatz unter den Linden zu vermeiden, die das Auto regelrecht zukleistern. Xxxxx verabscheute deshalb Linden. Er mochte sie so wenig, dass sein ausdrücklicher Wunsch auch darin bestand, bloß nicht unter Linden bestattet zu werden. Dieser Wunsch wird ihm heute erfüllt werden.

Überhaupt war der Ostseeurlaub das jährliche Highlight. Da wurde Marmelade gekocht als ob es kein Morgen mehr gäbe und die Abende verbrachte die Familie, zusammen mit Oma und Opa Spiele spielend. Das war auch für Dich, xxxx, seine Enkelin, immer eine bewegende Zeit. Denn in dem besten Opa der Welt fandest Du in ihm auch den Papa-Ersatz. Euer Vati war Opa, Bruder, Vater und irgendwie auch Freund in Personalunion.

Er war einer, von dem man auch etwas lernen konnte. Das Morsealphabet zum Beispiel. Seine große Leidenschaft, das Morsen, das Teil seines geliebten Berufes Funker gewesen ist, hat er bis zuletzt gepflegt und quasi trocken geübt. Wenn es an der Tür zweimal lang und einmal kurz klingelte, dann wusste man genau, wer da vor der Tür stand.  

Xxxxx hatte auch Musik im Blut. Deutschsprachige Musik hatte es ihm angetan und vor allem das Keyboardspielen, das er sich selbst beigebracht hat. Da war sie dann auch wieder: die Engelsgeduld, die es braucht, bis man tatsächlich selbstständig Musik machen kann und ein Stück perfekt spielen kann – ein Musikstück, wie zum Beispiel den Säbeltanz, das er liebte, das er spielen konnte und das wir eingangs gehört haben.

Aber es gab auch einen Xxxxx, den nicht jeder kannte. Der Dinge nur mit sich selbst ausgemacht hat, der keinen hat reinblicken lassen und allenfalls Ihnen, seiner Niti, Einblicke in sein Seelenleben gewährte.

So war die Beendigung seines Arbeitslebens und der Eintritt in die Rente Fluch und Segen gleichermaßen. Seinen Beruf des Funkers hatte er nach der Wende nicht mehr ausüben können und deshalb war die Rente auch eine Art Befreiung. Gleichzeitig hatte er keinen Job mehr und damit irgendwie nichts mehr zu tun. Für ein Arbeitstier, wie er es war, ein schrecklicher Zustand.

Trotz der großen Lücke, die das fehlende Berufsleben mit sich brachte, hat Xxxxx jedoch nicht wirklich geklagt. Generell war ihm Klagen fremd.

Auch mit dem Verlust seines Geruchssinnes, nach einer Hirnhautentzündung als Kind, machte er kein großes Aufheben. Bemerkbar machte sich das allenfalls in den Momenten, in denen das Essen auf dem Herd, von ihm ungerochen, anbrennen konnte.

Diese Einschränkung hat ihn auch nicht davon abhalten lassen, dass er sich in der Parfümerie Düfte präsentieren ließ, bis er sich nach mehreren Geruchsproben scheinbar für einen entschieden hat. Tatsächlich wusste Xxxxx immer schon vorher, was er wollte und wusste sehr genau, welcher Duft seine Frau am besten umschmeicheln würde.

In diesem Jahr trafen Xxxxx gleich zwei niederschmetternde Diagnosen. Er war Anfang des Jahres an Prostatakrebs erkrankt und Sie, Frau xxxxx, erkrankten im Juli an einem Hirntumor. Sie mussten beide in Therapie. Das war das erste Mal in 60 Jahren, dass Sie voneinander getrennt waren.

Was das alles mit Ihrem Ehemann, Ihrem Vater, Ihrem Opa und Ihrer aller Freund Xxxxx machte, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben. Gut ging es ihm jedenfalls nicht damit und er litt für sich ganz allein, im Verborgenen und sehr leise. Nach Außen verhielt er sich wie er sich immer verhalten hat.

Schon als Jugendlicher, wenn er bei den künftigen Schwiegereltern zu Gast war und gefragt wurde, ob er mitessen möchte, sagte er, ganz gleich wie groß der Hunger war: „Nein Danke, ich habe schon“. Selbst wenn er tatsächlich den ganzen Tag noch keinen Bissen zu sich genommen hatte, sagte er: „Nein Danke, ich habe schon“.

Xxxxx war ein bescheidener Mann, der stets darauf achtete, dass es niemandem in der Familie an irgendetwas fehlte. So achtete er beim Einkauf, den nur er durchführen durfte darauf, dass jeder auch wirklich bekam, was er mochte.

Und wenn irgendwo finanzielle Not am Mann war, gab er oft mehr, als tatsächlich gebraucht wurde. Er war hilfsbereit und großzügig – so kannte ihn seine Familie.

Bis zuletzt war er der große starke Mann, auf den man sich stets verlassen konnte, gleich einem Fels in der Brandung. So vergaß er Sie, Frau xxxxx, seine große Liebe, trotz seiner eigenen Krankheit nicht und wann immer es ihm möglich war, besuchte er Sie am Krankenbett. Er kam jeden Tag. Er wollte, dass es Ihnen gut geht, weil Sie sein Leben ausmachten. „Menschen haben einen Flügel und zusammen können sie fliegen“, beschreiben Sie Ihre Liebesbeziehung. Das wusste und fühlte Ihr Xxxxx ganz sicher auch.

Jetzt ist es still geworden. Dort wo der Prinz von Arkadien als lustiges Lied auf den Lippen gesungen wurde und gepfiffen - ein himmelblauer Trabant fuhr übers Land, mitten im Regen - die stets gute Laune von Xxxxx demonstrierend, wird er nicht mehr fragen, was er denn anziehen soll. Auch seiner Verachtung Knöpfen gegenüber wird er keinen Ausdruck mehr verleihen. Und das Geschirrklappern im Hintergrund, wenn Familie oder Freunde noch immer am Tisch saßen und Xxxxx seinem Ordnungssinn nachgeben musste und schon mal zum Abwasch überging, ist verstummt. Gemeinsame Wanderungen werden sich durch seine Abkürzungen nicht mehr extrem verlängern und niemand kann mehr im Restaurant das Essen mit ihm tauschen, weil er seine Bestellung nicht mochte....

Auszug / Beispiel / Sprechprobe Trauerrede: